Rekonstruktionen

Rekonstruktion von Propalaeotherium hassiacum
 

Das bekannteste Fundstück der Geiseltalsammlung ist ein nahezu vollständig artikuliertes und in Fundlage erhaltenes "Urpferd". Wegen seiner Stauchung in der Körperlängsachse ist es für den Betrachter in seinem Bau aber nur schwer verständlich bzw. vorstellbar (Galerie). Um diesem Mangel abzuhelfen und eine bessere Vorstellung von der Gestalt dieser Tiere zu vermitteln, wurde erstmalig eine dreidimensionale Skelettrekonstruktion eines "Urpferdes" aus dem Geiseltal erarbeitet. Sie ist hier und in der Dauerausstellung des Geiseltalmuseums zu sehen.

 
Die Skelettrekonstruktion wurde in natürlicher Größe ausgeführt. Es handelt sich um ein ausgewachsenes, weibliches Individuum von Propalaeotherium hassiacum HAUPT, der größten im Geiseltal vorkommenden "Urpferd"-Art. Diese Spezies ist in der Unterkohle (MP 11) des Geiseltales in bestimmten Wirbeltierfundstellen zahlreich belegt. Als charakteristische Merkmale sind zu nennen:


 

Das rekonstruierte Skelett setzt sich aus über 200 Einzelknochen zusammen, die von zahlreichen, unterschiedlichen Individuen stammen. Die Skelettmontage ist in Schrittstellung mit nur wenigen Stützelementen ausgeführt worden. Dazu wurden nicht die Originalknochen verwendet, sondern aus Epoxidharz hergestellte Kopien (Hellmund & Koehn 2000; Koehn & Hellmund 2001).


 
Herstellung eines Kunststoffhohlgusses aus Epoxidharz (Femur, Oberschenkel) Zusammenfügung der Epoxidharzkopien des hinteren rechten Autopodiums (Hinterfuß) mit der Heißkleberpistole

 
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