Galerie

Propalaeotherium isselanum (CUVIER) ("Urpferd")

Propalaeotherium isselanum ("Urpferd"), das Wappentier des Geiseltalmuseums
 

Das nahezu vollständige Skelett eines Propalaeotherium isselanum (CUVIER), stammt aus der Oberen Mittelkohle des Geiseltales. Es wurde im Verlauf der Grabungskampagne des Jahres 1933 geborgen. Bei diesem Exemplar handelt es sich um das bekannteste Objekt der Geiseltalsammlung. Die Länge des in der Körperlängsachse gestauchten Skelettes beträgt nur ca. 60 cm. Erwachsene Individuen erreichten mit etwa 90 cm die Körperlänge eines Schäferhundes. Ein charakteristisches Merkmal dieser primitiven Vertreter der Pferdeartigen ist die vierstrahlige Vorder- und die dreistrahlige Hinterextremität.


 

Propalaeotherium hassiacum HAUPT ("Urpferd")

Propalaotherium hassiacum ("Urpferd")
 

Linker Mandibelast mit vorzüglich erhaltener Bezahnung, P 1 - M 3, eines ausgewachsenen Individuums von Propalaeotherium hassiacum, der größten und häufigsten Equiden-Species im Geiseltal. Diese Art ist charakteristisch für die Unterkohle und hat stratigraphischen Leitwert für das untere Mitteleozän.


 

Lophiodon sp. LEMOINE (tapirähnliches Säugetier)

Lophiodon sp. (tapirähnliches Säugetier)
 

Das linke Mandibelfragment eines subadulten, tapirähnlichen Lophiodon sp. LEMOINE wurde dreidimensional und mit einem hervorragend erhaltenen Gebiß überliefert (labiale Ansicht). Die Prämolaren P2 - P4 und die Molaren M 1 - M 2 sind ausgezeichnet erhalten und nur wenig usiert. Der M 3 ist noch nicht durch den Kieferknochen hindurchgetreten, damit handelt es sich um ein nicht vollends ausgewachsenes Individuum. Das Objekt stammt aus der Oberen Mittelkohle. Die Lophiodonten gehörten zu den größten im Geiseltal vorkommenden Säugetieren, deren Körperlänge bis zu zwei Metern und deren Schulterhöhe etwa einen Meter betrug. Sie ernährten sich von weicher Pflanzenkost. Im Unterschied zu anderen Tertiärlokalitäten Deutschlands, wo sie nur selten nachgewiesen wurden, sind sie im Geiseltal zahlreich belegt, Länge des Mandibelfragmentes ca. 22 cm.


 

Oxyaenoides bicuspidens MATTHES (Urraubtier)

Oxyaenoides bicuspidens
 

Der rechte Unterkieferast mit P 1 - M 3 eines Urraubtieres (Ordnung Creodonta) mit vorzüglicher Bezahnung weist eine Gesamtlänge von ca. 15 cm auf. Er wurde in der Unterkohle geborgen. Urraubtiere sind primitive Fleischfresser, die sich durch eine besondere Ausprägung der hinteren oberen bzw. unteren Molaren auszeichnen (Brechschere). "Moderne" Raubtiere (Ordnung Carnivora) sind im Geiseltal vergleichsweise selten gefunden worden.


 

Asiatosuchus germanicus BERG (Krokodil)


 

Der Schädel des Krokodils, Asiatosuchus germanicus BERG, aus der Unterkohle des Geiseltales (Aufsicht) ist dreidimensional erhalten. Sogar die originäre Morphologie der Augenhöhlen, sowie der Nasen- und Schläfenöffnungen sind nahezu undeformiert überliefert. Das ca. 120 Meter mächtige Geiseltalprofil ist durch insgesamt 5 verschiedene Krokodilarten charakterisiert. Asiatosuchus germanicus ist mit ca. vier Metern Körperlänge die größte Art unter den Krokodilen. Untere Unterkohle, Schädellänge ca. 50 cm.


 

Gastrolithen eines Krokodils

Gastrolithen eines Krokodils
 

Ansammlung von sieben Gastrolithen (Magensteinen) unterschiedlichen Rundungsgrades. Drei Exemplare sind besonders glattgeschliffen und weisen Fettglanz auf. Die Objekte wurden, um die Lagebeziehung der einzelnen Klasten (Quarzkiesel) zueinander zu konservieren, bei der Bergung in Paraffin (schwarz-braun) umgebettet und mit Gips (weiß) ummantelt. Vom Skelett des Krokodils selbst ist nichts überliefert. Die Gastrolithen befanden sich zu Lebzeiten des Krokodils in dessen Magen, sie hatten Bedeutung beim Nahrungsaufschluß. Das Objekt stammt aus der Oberen Mittelkohle.


 

Koprolith (Kotstein)

Koprolith
 

Koprolithen von Krokodilen traten in den Flözen im Geiseltal vergleichsweise häufig auf (Länge ca. 15cm). Ihre Morphologie ist ausgesprochen charakteristisch. Die größten Exemplare, wie das hier abgebildete, stammen offenbar von Asiatosuchus germanicus, dem größten im Geiseltal vorkommenden Crocodilier. Sie geben bisweilen Auskunft über die Ernährung dieser Reptilien, Mittelkohle.


 

Geoemyda ptychogastroides HUMMEL (Erdschildkröte)

Geoemyda ptyhogastroides (Erdschildkröte)
 

Der flachgedrückte Rückenpanzer (Carapax) einer Erdschildkröte, Geoemyda ptychogastroides, mit dazugehörigem Schädel, aus der Unterkohle, Länge ca. 19 cm. In manchen Fällen ist sogar die originäre Aufwölbung des Rückenpanzers durch eine massive Kalkausfüllung bewahrt geblieben.


 

Matthodon tritens LANGE-BADRE & HAUBOLD (Urraubtier)

Matthodon tritens (Urraubtier)
 

Ein weiterer rechter Unterkieferast mit P 2 - M 3 eines Urraubtieres, Matthodon tritens, (Ordnung Creodonta) mit teilweise usierter ("angeschliffener") Bezahnung, mit einer erhaltenen Länge von ca. 10 cm. Er wurde in der Unterkohle gefunden.


 

Psiloptera acroptera HAUPT (Prachtkäfer)

Psiloptera arcroptera (Käfer)
 

Ein farbig erhaltener Prachtkäfer, Psiloptera acroptera, aus dem Oberen Hauptmittel (höchstes Mitteleozän) des Geiseltales. Bei den Farben handelt es sich um Strukturfarben, die durch Interferenzerscheinungen hervortreten. Körperlänge ca. 2 cm.


 

"Papierkohle"

"Papierkohle"
 

"Papierkohle" (Dysodil) mit Angiospermenblättern. Die gelb-grünliche Farbe geht auf die Erhaltung von Chlorophyllderivaten zurück, ein weltweit einzigartiges Phänomen, Maßstab 3 cm.


 
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